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  • Sarah Alruna

DER ZAUBER DER RAUHNÄCHTE UND DIE MAGIE DES LEBENS

Aktualisiert: 29. Dez. 2021

Es gibt keine Zeit im Jahreskreis, um die sich so viele Mythen, Legenden und Geschichten ranken, wie um die magischen Rauhnächte. Diese besondere Zeit zum Ende des Jahres - von 24.12 bis zum 6.1. Und das hat einen Grund. Sie bergen in sich einige unglaublich kostbare Geheimnisse über das Leben. Kennen wir diese Geheimnisse und leben sie, so wird unser Leben immer mehr von Sinn, Liebe und Magie erfüllt.


MONDINNENKRAFT

Früher wurde das Jahr in Mondmonaten gemessen. Auch unser Wort "Monat" stammt aus dieser Zeit. Ein Monat - eine Reise der Mondin um die Erde, ca. 28 Tage. Im Einklang mit dem Zyklus der Frau, alte Weisheiten flüsternd, gab die Mondin den Rhythmus des Jahres vor. 12 oder 13 Mondmonate, ergaben jeweils ein Jahr. Und so arbeiteten, lebten und liebten die Menschen im Rhythmus der Mondin, von der Neumondin, zur zunehmenden Mondin, bis zur vollen LA LUNA. Über die abnehmende Monsichel bis zur Dunkelmondin zurück. Jede Phase hatte ihre besonderen Qualitäten und die Menschen kannten diese.


In der dunkleren Jahreszeit, waren die Kräfte der Mondin stärker, das spürten die Menschen. Und so öffneten sie sich ganz besonders für die Weisheiten der Mondin - in diesen Tagen und Nächten. Denn kulturübergreifend war sie die Hüterin der Zeit, erzählte Geschichten von der Liebe, von Sehnsucht, von großen Träumen und Herzenswünschen, über Geduld und Wachstum und über das zyklische Sein der Natur und der Frauen. Über das Leben, Wachsen, Blühen, Vergehen und Ruhen. Vielleicht wollen wir ihr wieder mehr zuhören, denn sie erzählt noch immer und flüstert in dieser magischen Zeit, so manches Geheimnis in unser Herz.



UNSER INNERES LICHT

Ein dunkles Universum und eine lichtschenkende Sonne, verzaubern uns jedes Jahr aufs Neue mit ihrem Tanz und bescheren uns den Jahreskreis. Und so erzählt man sich seit jeher, dass in der Zeit des Jahres, wo die Nächte am längsten sind, das Licht neu geboren wird. Die Lichtkraft nimmt nach dem Wendepunkt am 21.12 wieder zu und die Tage beginnen Stück für Stück länger zu werden.

Nach dem Prinzip, wie im Großen so im Kleinen, wie Außen - so Innen, soll auch in uns eine Erneuerung stattfinden.


Die alten Legenden besagen, dass jedes lebendige Wesen, ein inneres Licht in sich trägt, ein Seelenlicht. Unser unsterblicher, liebevoller Kern.


Und dieser wird in diesen besonderen Tagen und Nächten aufs Neue entzündet und erhält neue Kraft. Symbolisch dafür, wurden früher zum Beispiel alle Herdfeuer gelöscht und von der Dorfgemeinschaft gemeinsam ein großes Feuer entzündet. Jeder trug anschließend in der dunkelsten Nacht - mit einem Holzspan - das Feuer wieder in sein/ihr Haus und entzündete das Herdfeuer mit dem Feuerfunken der Gemeinschaft. Denn es ist der gleiche Funke, der in uns allen leuchtet und uns alle miteinander verbindet - ein heiliger Funke, eine leuchtender, lebendiger Seelenfunke, heil, ganz und verbunden mit allem was ist - unser inneres Licht.


Öffnen wir unser Herz in dieser Zeit, für die Erneuerung unseres Seelenlichts.


UNSERE TRÄUMERINNENKRAFT

Unter der "TräumerInnenkraft" verstehen wir das wohl kostbarste Geheimnis der Rauhnächte und des Lebens. Dieses Geheimnis wurde früher von den Druidinnen und Druiden gehütet und von Herz zu Herz weitergegeben.


Dazu unternehmen wir gedanklich einen Ausflug in die keltische Mythologie:


In der Mitte aller Erzählungen steht hierbei der WELTENBAUM. Er hält - in der alten Mythologie - alles in seiner Ordnung, er hält den Kosmos, alle Welten und Himmel und Erde zusammen und sorgt dafür, das nichts auseinanderfällt.


Am Fuße dieses Weltenbaums, befindet sich ein heiliger Brunnen, aus dem das Wasser kommt, welches dem Weltenbaum und allem Lebendigen das Leben ermöglicht. Und rund um diesen Brunnen, leben 3 Göttinnen, welche für das Schicksal und die Zeit verantwortlich seien. Eine junge, weiße Göttin, eine fruchtbare, rote Göttin und die alte Weise Göttin - in schwarzem Gewand. Ihre Namen bedeuten aus der alten Sprache übersetzt, so viel wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Diese Göttinnen, säßen an magischen Spinnrädern und würden die Lebensfäden für uns Menschen spinnen und weben, so die Vorstellung. Man nannte sie die "Schicksalsweberinnen" und die "Hüterinnen der Zeit und des Lebens".


Und nun besagt die Legende folgendes: In den besonderen Tagen und Nächten der Rauhnachtszeit, seien die Schleier in diese Welt, die in den Geschichten "die Anderswelt" genannt wird, besonders dünn. Uns Menschen, wird damit die Möglichkeit geschenkt, ebenfalls zu TräumerInnen und WeberInnen unseres eigenen Lebens zu werden.

Die Schicksalsweberinnen am Brunnen, spüren in dieser magischen Zeit unsere Herzenswünsche, unsere Ausrichtung und unsere Intentionen für das neue Jahr.


Darum pflegten die Druidinnen und Druiden zu sagen:


"Was du aus reinem Herzen in dieser Zeit erwünscht, was du erträumst, webt sich auf magische Weise in das große Ganze ein und erfüllt sich zum rechten Zeitpunkt. Natürlich nicht ohne dein Zutun, aber es ist wie ein magischer Rückenwind, ein goldener Faden, ein leuchtendes Licht, das bei der Verwirklichung unserer Träume unterstützt. Wir haben die Kraft, mitzuträumen und mitzugestalten an der Wirklichkeit. Unsere Herzenswünsche wohnen nicht umsonst in unserem Herzen, sie möchten Form annehmen und in die Welt gebracht werden. Jedes Jahr aufs Neue bekommen wir in den Rauhnächten die Möglichkeit, dem nächsten Jahr durch unsere Träume und Intentionen eine Richtung zu geben. Was möchtest du erträumen?"


Von Herz zu Herz wurden diese Geschichten weitergegeben und bargen in sich, die Magie der Rauhnächte und des Lebens.


Und deshalb habe ich sie hier niedergeschrieben.

Von Herz zu Herz.

Mögen sie von Herz zu Herz weiter wandern und uns die Magie des Lebens erkennen lassen.


Ich wünsche uns allen eine magische & liebevolle Rauhnachtszeit.











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